Sonntag, 26. Januar 2020, 18:00 Uhr

SENSE OF PLACE 
Werke von Palestrina, Tarrodi, Skölds
Cantamus Berlin
Leitung: Carolin Strecker

Mit seinem Konzertprogramm SENSE OF PLACE will das Ensemble Cantamus das Phänomen der besonderen Ausstrahlung mancher Orte erkunden und dazu einladen, außergewöhnliche Stimmungen zu erspüren und hat sich von dieser Idee bei der Auswahl der zur Kompositionen leiten lassen.

Dazu zählt zum Beispiel die wohlgeordnet-polyphone, gleichsam architektonisch fest gefügte vierstimmige Renaissance-Motette "Sicut cervus" von Giovanni Pierluigi da Palestrina. Oder – ganz anders – auch das 16-stimmige "Lume" der jungen schwedischen Komponistin Andrea Tarrodi, dessen flächiger Klang nur aus dem italienischen Wort "Lume" (Licht) gebildet wird und das Flirren der heißen Luft an einem sonnigen Sommernachmittag heraufbeschwört. Matias Skölds "We know not where the dragons fly" ist eine polyrhythmisch-vertrackte Vertonung eines sehr alten chinesischen Gedichts von Liu Ji (1311-1375). Sie verlangt von den Hörer*innen immer neue Standorte in den wechselnden harmonischen und rhythmischen Strukturen zu finden. Die Klänge von Ola Gjeilos "Northern Lights" rufen das Gefühl der Erhabenheit und Überwältigung wach, das sich bei der Betrachtung von kosmischen Naturphänomen einstellen kann; wohingegen ein Arrangement des amerikanischen Volkslieds "Shenandoah" eher an die Sehnsucht nach einem heimatlichen Ort erinnert.

Mitwirkende
Cantamus Berlin, Leitung Carolin Strecker
Ort
Ev. Kirche Zum Heilsbronnen Schöneberg, Heilbronner Straße 20, 10779 Berlin, Deutschland